Schokolade und Churros: der Star

Die Schokolade nach Madrider Art ist dick, fast eine Creme, und wird mit Churros (frittierte Stangen) oder Porras (größer und weicher) serviert. Man tunkt sie ein, man trinkt sie nicht wie gewöhnliche heiße Schokolade aus der Tasse. Sie ist Frühstück, Nachmittagssnack oder Halt am Ende einer langen Nacht.
Die bekannteste Adresse ist die Chocolatería San Ginés in der Passage San Ginés nahe der Puerta del Sol, geöffnet seit 1894. Sie ist sehr touristisch: Kommen Sie unter der Woche am Vormittag, oder drehen Sie eine Runde und kehren Sie zurück, wenn die Schlange lang ist. Karte und Preise sehen Sie vor Ort. Viele andere Bars und Churrerías im Viertel servieren sie ebenfalls, oft am Tresen und ohne Zeremonie.
So wählen Sie. Die Churros müssen heiß serviert werden, frisch auf Bestellung frittiert. Ein Tresen, an dem sie schon seit Stunden lose liegen, ist kein gutes Zeichen. Fragen Sie vor der Bestellung, ob die Portion pro Stück oder pro Dutzend berechnet wird.
Die Saisongebäcke, die man kennen sollte
- Rosquillas: kleine Ringkrapfen, als „tontas“ (natur) oder „listas“ (mit Zitronenglasur); sie gehören zum Fest von San Isidro im Mai. Siehe das Fest von San Isidro.
- Torrijas: in Milch oder Wein getränkte Brotscheiben, frittiert und gezuckert, verbunden mit der Fastenzeit und der Karwoche.
- Bartolillos: kleine frittierte Teigtaschen mit Konditorcreme, eine Madrider Spezialität.
- Roscón de Reyes: Hefekranz Anfang Januar rund um das Dreikönigsfest; siehe Weihnachten in Madrid.
- Pestiños, Buñuelos: saisonale Krapfen, eher im Herbst (Allerheiligen) und zu Weihnachten.
Die Spezialitäten sind saisonal: Eine Konditorei hat im Sommer vielleicht keine Torrijas und im November keine Rosquillas. Fragen Sie nach dem, was „gerade Saison“ hat.
Eis: wann und wie wählen
Die Eisdielen Madrids sind vor allem im Frühling und Sommer geöffnet, abends mit verlängerten Zeiten. Schauen Sie sich die Tagessorten an, probieren Sie, bevor Sie wählen, und bevorzugen Sie handwerkliches Eis („helado artesano“): Man erkennt es an natürlichen Farben und an einer Vitrine ohne hoch aufgetürmte Cremeberge. Eistüten isst man im Gehen, nehmen Sie sie aber nicht mit in ein Museum.
Wo man gute Adressen findet
- Im historischen Zentrum: Die Straßen um die Puerta del Sol und die Plaza Mayor bündeln die touristischen Lokale; vergleichen Sie zwei oder drei Fassaden, bevor Sie eintreten. Unser Guide Wo essen nahe der Plaza Mayor gibt Anhaltspunkte.
- In den Markthallen: San Miguel und San Antón haben Konditoreitheken, die man wie alles andere vergleicht.
- In den historischen Cafés: Siehe die historischen Cafés Madrids für eine süße Pause in altem Ambiente.
Praktische Tipps
Fragen Sie bei Allergien nach den Zutaten: Viel Gebäck enthält Gluten, Eier, Milch und Schalenfrüchte. Prüfen Sie vor der Bestellung, ob der Verzehr vor Ort teurer ist als zum Mitnehmen, was bei manchen Terrassen vorkommt.






